Notdienst

Zahnärztlicher Notfall – Was tun?

Wann ist es ein Notfall?

  • Atem- oder Schluckbeschwerden
  • Starke Schwellungen
  • Pochende, nicht stillbare Schmerzen
  • Starke Nachblutungen

Starke Zahnschmerzen

  • Betroffene Stelle vorsichtig reinigen
  • Bei Bedarf ein geeignetes Schmerzmittel gemäß Packungsbeilage einnehmen
  • Wange von außen kühlen, keine Wärme anwenden
  • Möglichst zeitnah einen Zahnarzttermin vereinbaren

Zahn abgebrochen

  • Abgebrochenes Zahnstück suchen und möglichst feucht aufbewahren
  • Mund vorsichtig mit Wasser ausspülen
  • Bei Schmerzen oder Schwellungen die Wange von außen kühlen
  • Den Zahn möglichst zeitnah zahnärztlich untersuchen lassen

Schwellung oder Zahnabszess – Dicke Backe

  • Betroffene Stelle von außen vorsichtig kühlen
  • Nicht auf die Schwellung drücken oder diese öffnen
  • Zeitnah zahnärztliche Hilfe suchen

Füllung oder Krone herausgefallen

  • Herausgefallene Krone aufbewahren
  • Nicht selbst mit Haushaltskleber befestigen
  • Harte, klebrige sowie sehr heiße oder kalte Speisen vermeiden
  • Zeitnah einen Termin zur Versorgung vereinbaren

Zahn ausgeschlagen

  • Zahn nur an der Krone anfassen, niemals an der Wurzel
  • Nicht reinigen, desinfizieren oder trocken lagern
  • Zahn möglichst sofort in eine Zahnrettungsbox legen, Alternativ kurzzeitig in kalter H-Milch aufbewahren
  • Umgehend eine Zahnarztpraxis oder einen zahnärztlichen Notdienst aufsuchen

Zahn gelockert oder verschoben

Nachblutung nach Zahnbehandlung

  • Auf eine saubere Mullkompresse oder ein sauberes Stofftaschentuch etwa 30 Minuten fest beißen
  • Aufrecht sitzen und körperliche Anstrengung vermeiden
  • Nicht kräftig spülen, ausspucken oder an der Wunde saugen
  • Bei anhaltender starker Blutung umgehend zahnärztliche Hilfe suchen

Zahnspange oder Retainer beschädigt

  • Scharfe Stellen vorübergehend mit kieferorthopädischem Schutzwachs abdecken
  • Lose Teile aufbewahren
  • Nicht selbst an festen Drähten ziehen oder diese abschneiden
  • Möglichst zeitnah die Praxis kontaktieren

Verhalten nach operativen Eingriffen

  • Hände weg vom Steuer!
    Ihre Reaktionsfähigkeit und somit Ihre Verkehrstüchtigkeit ist durch die örtliche Betäubung und auch durch die Belastung des chirurgischen Eingriffs für mehrere Stunden eingeschränkt. Lassen Sie sich daher am besten nach Hause fahren.
  • Blutung vermeiden
    Beißen Sie nach dem Eingriff wie angewiesen auf den eingelegten Tupfer. Vermeiden Sie kräftiges Spülen, Ausspucken oder Saugen an der Wunde. Bei anhaltender starker Blutung kontaktieren Sie bitte umgehend Ihre Zahnarztpraxis.
  • Richtig kühlen
    Kühlen Sie die betroffene Wange in den ersten 24 Stunden regelmäßig von außen. Legen Sie Kühlpacks niemals direkt auf die Haut. Leichte Schwellungen sind nach operativen Eingriffen normal. Wenden Sie keine Wärme an.
  • Essen und Trinken
    Essen Sie erst, wenn die Betäubung vollständig abgeklungen ist. Bevorzugen Sie weiche, lauwarme Speisen und vermeiden Sie heiße, scharfe Speisen (Chili, scharfe Currys), heiße oder saure Getränke (Zitrusfrüchte, Essig, saure Säfte), kohlensäurehaltige Getränke (Cola, Sprudel) und Milchprodukte. Harte Lebensmittel können die Wunde verletzen und Nähte belasten, krümelige Lebensmittel (Kekse, Knäckebrot, Popcorn) sowie Körner und Samen (Sesam, Chia, Mohn) können in die Wunde gelangen. Kauen Sie möglichst auf der nicht behandelten Seite.
  • Körperliche Schonung
    Vermeiden Sie in den ersten Tagen Sport, schwere körperliche Arbeit, Sauna und starke Wärme. Gönnen Sie Ihrem Körper ausreichend Ruhe.
  • Rauchen und Alkohol
    Verzichten Sie in den ersten Tagen nach dem Eingriff möglichst vollständig auf Rauchen und Alkohol. Beides kann die Wundheilung beeinträchtigen und das Risiko für Komplikationen erhöhen. Alkohol kann zudem Wechselwirkungen mit bestimmten Medikamenten verursachen.
  • Mundhygiene
    Putzen Sie Ihre Zähne weiterhin vorsichtig. Sparen Sie die Operationsstelle zunächst aus und vermeiden Sie kräftige Mundspülungen. Zu häufiges Spülen schadet. Verwenden Sie spezielle desinfizierende Spüllösungen (Chlorhexidin) nach zahnärztlicher Anweisung.
  • Schmerzen und Medikamente
    Leichte Schmerzen nach einem Eingriff sind normal. Nehmen Sie verordnete Medikamente (Paracetamol, Ibuprofen) wie besprochen ein. Verwenden Sie keine acetylsalicylsäurehaltigen Schmerzmittel (z. B. Aspirin) ohne ärztliche Rücksprache, da diese Blutungen begünstigen können.
  • Kieferhöhle
    Wurde bei Ihnen eine eröffnete Kieferhöhle verschlossen, kann Blut aus der Nase austreten (Bettwäsche!), das ist normal. Vermeiden Sie Naseputzen bzw. „Nase hochziehen“. Lassen Sie beim Niesen den Mund offen. Der Druck aus der Nase kann über die Kieferhöhle die Wunde wieder eröffnen.
  • Wann sollten Sie uns kontaktieren?
    Bitte melden Sie sich umgehend bei uns, wenn starke oder zunehmende Schmerzen, anhaltende Blutungen, Fieber oder eine deutlich zunehmende Schwellung auftreten. Bei Atemnot oder Schluckbeschwerden ist sofort medizinische Notfallhilfe erforderlich.

Wir sind für Sie da!

Sie haben Fragen zur Wundheilung oder Beschwerden nach Ihrem Eingriff? Kontaktieren Sie unsere Praxis. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

Zahnärztlicher Notdienst Stuttgart – Schnelle Hilfe im Notfall

Außerhalb unserer regulären Sprechzeiten (abends, am Wochenende sowie an Feiertagen) ist die zahnärztliche Notfallversorgung in Stuttgart zentral geregelt. Bei akuten Zahnschmerzen oder Zahnunfällen wenden Sie sich bitte an die oben genannte Nummer.

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